Bentley MCP Server mit KI-gestützten Engineering-Workflows

Verbinden Sie KI-Agenten direkt und sicher mit Ihren Bentley-Anwendungen.

Die Realität im Infrastruktursektor ist, dass es keinen Raum für Näherungen gibt, geschweige denn für Halluzinationen. Ein Modell, das zu 90 % richtig ist, ist ein nützlicher Anfang; eine Strukturanalyse, die zu weniger als 100 % richtig ist, ist ein katastrophales Risiko.

– Julien Moutte, Chief Technology Officer, Bentley Systems

Häufig gestellte Fragen

MCP steht für Model Context Protocol, einen offenen Standard, der es KI-Agenten ermöglicht, sich mit Softwareanwendungen zu verbinden und mit ihnen zu interagieren. Die MCP-Server von Bentley stellen die vollständigen Python-APIs von Bentley-Anwendungen bereit, sodass KI-Agenten technische Daten in Echtzeit abfragen, erstellen und modifizieren können. Das bedeutet, dass KI-Agenten wie Claude komplexe Strukturanalysen oder CAD-Workflows im Auftrag des Ingenieurs anhand von Anweisungen in natürlicher Sprache steuern können.

Nein. MCP-Server übersetzen Anweisungen in natürlicher Sprache automatisch in Python-API-Aufrufe. Ingenieure benötigen keinerlei Programmier- oder Skripting-Kenntnisse. Je spezifischer und kontextbezogener der Prompt ist, desto besser ist das Ergebnis. Daher verbessert die Vertrautheit mit effektivem KI-Prompting (z. B. das Beschreiben gewünschter Ergebnisse oder die Bezugnahme auf spezifische Elemente und Standards) die Resultate. Bentley wird Leitfäden für effektive Prompting-Praktiken bereitstellen.

Die MCP-Server von Bentley implementieren den offenen MCP-Standard und sind mit jedem MCP-kompatiblen KI-Agenten kompatibel, einschließlich Claude von Anthropic, GitHub Copilot und Google Gemini. Anwender sind nicht an eine einzelne KI-Plattform gebunden. Sie können den KI-Agenten wählen, den ihr Unternehmen bereits einsetzt oder evaluiert, und ihn über dieselbe MCP-Schnittstelle mit Bentley-Anwendungen verbinden.

Ja, Ihre Daten sind sicher, wobei es wichtige Unterschiede darin gibt, wie verschiedene MCP-Server-Umgebungen von Bentley den Zugriff verwalten, insbesondere im Hinblick auf Dateisystem- und Netzwerkoperationen.
 
Der STAAD.Pro MCP-Server läuft in einer sicheren Sandbox. Er hat keinen Zugriff auf das Dateisystem oder das Betriebssystem außerhalb von STAAD.Pro, und sein Umfang ist bewusst auf STAAD.Pro-Operationen beschränkt.
 
Beim MicroStation MCP-Server ist die Python-Codeausführungsumgebung sicher, da sie den Zugriff auf das Internet und das Dateisystem blockiert. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass es für eine der über MCP ausgeführten Tastatureingaben („Key-ins“ bzw. Befehle) von MicroStation möglich sein kann, auf das Dateisystem zuzugreifen. Beispielsweise könnte eine Tastatureingabe wie „File Fence“ mit einem angegebenen Pfad und Dateinamen ihre vorgesehene Aufgabe ausführen und eine .dgn-Datei erstellen. Das bedeutet: Während die direkten Skripting-Funktionen der Python-Umgebung selbst gegenüber dem Dateisystem und dem Netzwerk isoliert (sandboxed) sind, können diese Umgebungen bestehende Funktionalitäten innerhalb der Host-Anwendung (MicroStation) anstoßen, die von Natur aus über einen solchen Zugriff verfügen.

Bentley Copilot, der anwendungsinterne KI-Assistent, nutzt den MCP-Server als primäre Schnittstelle für die Interaktion mit den APIs der Bentley-Anwendungen. Indem Bentley dies als offenen MCP-Server anstelle einer proprietären Integration bereitstellt, haben Anwender die Wahl: Bentley Copilot direkt in der Anwendung zu nutzen oder ihren eigenen KI-Agenten (Claude, GitHub Copilot) über den offenen Standard mit denselben Funktionen zu verbinden.

MicroStation und STAAD.Pro bilden den Auftakt einer geplanten Einführung von MCP-Servern für das gesamte Bentley-Portfolio. Mit der Einführung von MCP-Servern für weitere Produkte werden Anwender in der Lage sein, durchgängige Workflows über mehrere Bentley-Produkte hinweg zu orchestrieren und sogar Bentley MCP-Server mit Servern anderer Anbieter zu kombinieren – alles gesteuert von einem einzigen KI-Agenten.