Bentley beantwortet Fragen im Hinblick auf die Vereinbarung zwischen Bentley und Autodesk zur Ausweitung der Interoperabilität zwischen den AEC-Portfolios beider Unternehmen
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1. Was ist infolge dieser Vereinbarung heute möglich, was zuvor unmöglich war?
- Im Gegensatz zur manuellen Überprüfung von Plänen, die zwangsläufig in einer späten Phase des Arbeitsablaufs zur Anwendung kommt, steht heute auf jedem AEC-Desktop, auf dem Plattformen oder Anwendungen von Autodesk bzw. Bentley installiert sind, nativer Code von Autodesk und Bentley zur Verfügung (RealDWG und die neuen DGN-Bibliotheken von Bentley), um das gegenseitige Lesen und Schreiben von DGN- und DWG-Dateien mit der dabei erforderlichen Zuverlässigkeit zu ermöglichen.
- Die Zuverlässigkeit und Genauigkeit hebt den Informationsaustausch über die herkömmliche Bearbeitung von DGN- und DWG-Formaten, um objektorientierte Codes (und ggf. analoge Funktionen von Bentley) einzubeziehen und intelligente Daten nutzen zu können.
- Auf höheren Anwendungsebenen können Anwender und Projektteams (mit Softwarelizenzen beider Unternehmen) von einer Interoperabilität zwischen intelligenten Arbeitsabläufen und Szenarien ohne Zeitverlust profitieren und die dabei verfügbaren API nutzen. Die hohe Bedeutung dieses Aspekts kommt darin zum Ausdruck, dass Bentley bereits heute von Autodesk als wichtigster Partner im Bereich der Entwicklung anerkannt ist. Bis heute hat Bentley diese Position weitgehend durch Akquisitionen erreicht und jetzt durch diese Partnerschaft auch auf den Bereich des Entwurfs ausgeweitet.
- Neben der aufeinander abgestimmten Bereitstellung von Software bieten Bentley und Autodesk jetzt auch einen gegenseitigen technischen Support, um die potentiell mögliche Interoperabilität so schnell wie möglich zu erreichen und diese auch bei der Herausgabe neuer Versionen durch den Partner fristgerecht gewährleisten zu können. Anstatt Ressourcen auf die Entwicklung redundanter Dateiformate zu verwenden, bemühen sich die beiden Unternehmen dementsprechend um eine möglichst umfassende und intelligente Interoperabilität.
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2. Wie sieht die neue Beziehung zwischen Bentley und Autodesk aus?
An der Beziehung zwischen den beiden Unternehmen ändert sich im Wesentlichen nur, dass sie unternehmensübergreifende Lizenzen zur Verfügung stellen. Das ist allerdings das erste Mal, dass eine solche Vereinbarung zwischen zwei Unternehmen zustande kommt. Darüber hinaus bleibt Bentley weiterhin der wichtigsten Partner von Autodesk im Bereich der Entwicklung, da zahlreiche Anwendungen von Bentley, die auf der MicroStation-Plattform basieren, auch auf der AutoCAD-Plattform ausgeführt werden können.
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3. Wie passt diese Vereinbarung in die von Bentley verfolgte AEC-Strategie?
Zusammen mit der Unterstützung des IFC-Standards in Gebäudelösungen, der ISO 15926-Zertifizierung des OpenPlant-Portfolios, der Einhaltung der vom OGC vorgegebenen WMS- und WFS-Spezifikationen in Geodatenanwendungen, der Unterstützung von LandXML im Bau- und Ingenieurwesen sowie der Unterstützung des Formats PDF und anderen weit verbreiteten Standards in sämtlichen Produkten und Lösungen steht diese Vereinbarung für die von Bentley langfristig angelegte Verpflichtung zur Förderung offener Architekturen mit dem Ziel der Rationalisierung kollaborativer Arbeitsabläufe und der Steigerung der Produktivität von Projektteams während des gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturen.
Zusätzliche Informationen
Mit der Ankündigung von Bentley OpenPlant, der ersten Angebotspalette von Softwareprodukten für die Erstellung und Verwaltung von Anlageninfrastrukturen auf der Basis des ISO 15926-Datenmodells im vergangenen Januar hat Bentley gezeigt, dass sich das Unternehmen die Unterstützung offener, internationaler Standards auf die Fahnen geschrieben hat. Zeitgleich hat Bentley mit OpenPlant PowerPID die einzige kommerzielle P&ID-Lösung auf dem Markt eingeführt, die auf einem vollständig offenen Datenmodell basiert. Im Mai hat Bentley auf der BE Conference in Baltimore den OpenPlant PDx Manager vorgestellt, ein neues, dem ISO 15926-Standard entsprechendes Programm, das die Kompatibilität und Interoperabilität von Anlagenentwurfsdaten, wie z. B. PDS-Daten, mit anderen Anwendungen gewährleistet.
Im April 2007 hat Bentley bekannt gegeben, dass Bentley Architecture, eine hoch entwickelte BIM-Lösung (BIM, Building Information Modeling) für die Erstellung von Entwurfs- und Ausführungsunterlagen, den IFC2x3-Zertifizierungsprozess im Erfolg durchlaufen hat. Der auf der allgemeinen Plattform für Gebäudelösungen von Bentley implementierte IFC2x3-Umsetzer steht auch in Bentley Structural, Bentley Building Mechanical Systems und Bentley Building Electrical Systems zur Verfügung.
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4. Warum haben sich Bentley und Autodesk zu dieser Vereinbarung entschlossen?
Bentley und Autodesk haben erkannt, dass ihre Produkte von zahlreichen Anwendern in gemischten Umgebungen verwendet werden und die Vereinbarung dieser besonderen Nutzung entgegenkommt. Außerdem schafft sie neue Möglichkeiten der unternehmens- und projektübergreifenden Bearbeitung von Daten in gemischten Umgebungen. Zuvor war diese Bearbeitung auf Lösungen eines einzelnen Anbieters beschränkt. Bentley und Autodesk haben bereits zahlreiche, ineinandergreifende Anwendungen entwickelt und möchten diese Strategie auch in Zukunft fortsetzen.
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5. Was genau hat sich am Zugriff auf die Technologie des jeweils anderen Unternehmens geändert?
Bentley hat die neuen DGN-Bibliotheken für Autodesk lizenziert, um das zuverlässige Lesen und Schreiben der entsprechenden Dateien mit Autodesk-Anwendungen zu erleichtern. Im Gegenzug hat Autodesk seine RealDWG-Lösung für Bentley lizenziert, um das zuverlässigen Lesen und Schreiben der jeweiligen Dateien mit Bentley-Anwendungen zu gewährleisten. Darüber hinaus erlauben beide Unternehmen die gegenseitige Nutzung der öffentlich unterstützten API und Entwicklungsmaterialien, einschließlich des technischen Supports, um die Interoperabilität auf die Arbeitsabläufe zwischen Projektteams auszuweiten.
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6. Welche Auswirkung hat diese Vereinbarung auf BIM-Arbeitsabläufe?
Durch die Einführung von Innovationen, wie z. B. BIM, und die Erweiterung der von Autodesk und Bentley angebotenen Portfolios um verschiedene Bau- und Analyseanwendungen zur Erstellung und Nutzung intelligenter Modelle mit optimalen Ergebnissen, ergänzen sich die Lösungen beider Unternehmen sowohl bei einer parallelen Verwendung als auch bei einer Integration in stark iterative Arbeitsabläufe. Dementsprechend gewährleistet der zweite Aspekt der Vereinbarung die gegenseitigen Interoperabilität auf der Ebene bereits vorhandener APIs. Diese Interoperabilität zwischen BIM-Arbeitsabläufen bietet der AEC-Community Möglichkeiten der Anhebung der Zusammenarbeit und der Projekteffizienz auf die nächsthöhere Ebene.
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7. Gibt es Beispiele für die Vorteile einer Echtzeitinteroperabilität zwischen den Anwendungen von Bentley und Autodesk durch die Förderung der gegenseitigen Verwendung verfügbarer APIs?
Für die Anwender bringt diese Vereinbarung im Wesentlichen zwei Vorteile: Ein Vorteil entsteht durch die Wiederverwendung von Informationen und ein weiterer Vorteil ergibt sich aus dem neuen Freiraum für Projektteams, die sich bei der Durchführung bestimmter Aufgaben für die von ihnen bevorzugte Technologie entscheiden können, ohne sich um etwaige Kompatibilitäten sorgen zu müssen.
Durch die Vereinbarung zur wechselseitigen Nutzung der jeweils verfügbaren API des Partners verschaffen Autodesk und Bentley ihren AEC-Projektteams die Möglichkeit, Lösungen beider Anbieter in integrierten Arbeitsabläufen einzusetzen. So können beispielsweise Architekten, die mit der Revit-Plattform von Autodesk arbeiten, und Tragwerksplaner, die STAAD und RAM von Bentley verwenden, BIM-Entwürfe und -Analysen zur leichteren Beurteilung von Alternativen untereinander austauschen.
Die Vorteile der Interoperabilität kommen sowohl den Anwendern des ProjectWise-Kollaborationssystems zu Gute, die auf diese Weise über zusätzliche Anwendungen und Informationen für die Verwaltung und Veröffentlichung von Daten verfügen, als auch den Anwendern von ProjectWise Navigator, die einen Zugriff auf weitere Funktionen zum Sammeln, Anzeigen und Simulieren von Daten erhalten.
Zusätzliche Informationen
Beide Vorteile haben u. U. Kosteneinsparungen und eine erhöhte Effizienz von Arbeitsabläufen zur Folge. Darüber hinaus ermöglichen sie eine verbesserte Zusammenarbeit und eine entsprechende Optimierung von Entwurf und Konstruktion.
Eine 2004 von der technologischen Administration des US-amerikanischen Handelsministeriums (NIST, National Institute of Standards and Technology) durchgeführte Untersuchung hat gezeigt, dass sich durch die Interoperabilität bei bestimmten Großprojekten mehr als 16 Milliarden Dollar pro Jahr sparen lassen. Viele Beobachter sind davon überzeugt, dass die Frage der Kompatibilität von Autodesk- und Bentley-Software einen Sweetspot bildet, der Raum für derartige Einsparungen bietet.
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8. Welche Verwendung plant Bentley für die DWG-Bibliotheken von Autodesk?
Zusätzlich zu einer weitreichenden Unterstützung des DWG-Formats in MicroStation und zugehörigen Anwendungen lassen sich verschiedene Bentley-Produkte auch unter AutoCAD ausführen, während ProjectWise die Verwaltung von DGN- und DWG-basierten Workflows ermöglicht. Durch die Vereinbarung hat Bentley einen direkten Zugang zu RealDWG mitsamt den dazu erforderlichen Rechten, so dass alle Produktplaner und -entwickler ab sofort die Nutzung und Einrichtung dieser Bibliotheken sowie der Autodesk API in sämtlichen Produktfamilien einplanen können, die mit aller Wahrscheinlichkeit im Release nach „Athen” auf den Markt kommen werden.
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